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Kleinbohrpfähle

   
Mikropfähle sind Verpresspfähle mit Durchmessern von weniger als 30 cm, die ihre Last nahezu ausschließlich über Mantelreibung abtragen.

Ein optimaler Verbund zum anstehenden Boden wird in der Regel durch Nachverpressen mit Zementmörtel erreicht. So können, abhängig von Boden und Pfahldurchmesser, Tragfähigkeiten von über 700 kN erreicht werden.
Ihr besonderer Vorteil besteht aber darin, dass sie selbst unter sehr beengten Verhältnissen hergestellt werden können, was zudem äußerst lärm- und erschütterungsarm erfolgt. Häufig sind daher Mikropfähle die erste Wahl, wenn an oder sogar in Bestandsbauwerken gegründet oder nachgegründet werden soll (z.B. bei Sanierungen).

Da diese Pfähle mit relativ kleinen und leichten Bohrgeräten hergestellt werden, sind sie besonders bei kleineren Baumaßnahmen oft die technisch und wirtschaftlich beste Lösung.
Mikropfähle zur Stabilisierung von Böschungen

Böschungen, deren Standsicherheit nicht oder nicht mehr gewährleistet ist, können mit Mikropfählen stabilisiert werden.

Hierzu wird im Bereich der Böschung ein bewehrter Abfangbalken errichtet, der mit Mikropfählen im Boden verankert wird. Durch die kombinierte Wirkung mehrerer in unterschiedlichen Winkeln angeordneter Mikropfähle, können so die erforderlichen Stabilisierungskräfte wie bei einem Pfahlbock über Druck- und Zug mobilisiert werden. Die Mikropfähle selbst tragen diese Lasten dann hauptsächlich über Mantelreibung in tiefere, tragfähige Bereiche ab, ohne dass sie eine nennenswerte Schub- oder Biegebeanspruchung erleiden.

Zu den Referenzen mit diesem Verfahren