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Rüdengasse Wien

Komplettlösung für eine Baugrube

In der Rüdengasse im dritten Wiener Gemeindebezirk wird auf einer Grundfläche von 2.700 m² eine neue Wohnhausanlage errichtet. Für die geplante zweigeschoßige Unterkellerung war eine Baugrubensicherung erforderlich. Als Generalunternehmer für die gesamte Baugrube hat Keller Grundbau ein technisch und wirtschaftlich ausgereiftes Konzept erstellt und ausgeführt.

Das Baufeld für die neue Wohnanlage ist von drei Straßen und einem sechsstöckigen Nachbargebäude umgeben. Aus nachbarschaftsrechtlichen Gründen hat Keller Grundbau die Baugrubensicherung mittels VdW-Pfählen geplant, statisch berechnet und ausgeführt. Mit dem VdW-Verfahren konnten die Pfähle entlang der bestehenden Nachbarbebauung abgeteuft werden, wodurch ein platzsparender und gleichzeitig effizienter Baugrubenverbau entstand. Durch Wahl dieses verrohrten Verfahrens konnte vorhandenes Ziegelmauerwerk des Altbestandes ebenfalls durchörtert werden. Die Bohrpfähle mit 52 cm Durchmesser tragen auch zur Abtragung vertikaler Lasten des Neubaus bei und bilden daher auch im Endzustand einen wesentlichen Bestandteil des Gebäudes.
Auf Grund der hohen Anforderungen an die Lagegenauigkeit der Bohrpfähle wurden diese im Vorhinein mithilfe von Fixpunkten und einer Totalstation ausgesteckt. Damit konnten die normgemäßen Toleranzen unterschritten werden. Außerdem wurden die Bohrpfähle mit bis zu zwei Ankerlagen auf das öffentliche Gut bzw. unterhalb des Nachbargebäudes rückverankert. Zum Einsatz kamen dafür wiedergewinnbare Litzenanker, deren Stahllitzen nach ihrer Nutzungsdauer wieder gezogen werden können, wodurch keine Bauteile im Boden verbleiben und somit Ablösezahlungen nicht erforderlich sind.

Die Baugrube erreichte Aushubtiefen von bis zu 8,7 m unter Gehsteigniveau. Da der natürliche Grundwasserspiegel fast 4 m höher lag, als das Absenkziel im Inneren der Baugrube, wurden die Zwischenräume der Bohrpfähle mit dem Soilcrete®-Düsenstrahlverfahren abgedichtet. Die Soilcrete®-Säulen wurden in den schluffig-tonigen Wiener Tegel eingebunden, welcher die Baugrubensohle natürlich abdichtete.

Nach erfolgreicher Abdichtung der Baugrube wurde mit der Grundwasserabsenkung begonnen. Die Wasserhaltung bestand aus vier über das Baufeld verteilte Bohrbrunnen mit einem Filterrohrdurchmesser von 20 cm, die jeweils mit einer Tauchpumpe ausgestattet wurden. Die anfallenden Wässer wurden über eine eigens angefertigte Entsandungsanlage geführt und danach in den öffentlichen Kanal eingeleitet. Mithilfe eines Kontrollpegels konnte der Wasserstand außerhalb der Baugrube  gemessen und mit den Annahmen in der Baugrubenstatik verglichen werden. Nach dem Absenken des Grundwasserspiegels innerhalb der Baugrube wurde der Aushub bis zum Erreichen des vertraglichen Übergabeplanums fortgeführt und anschließend die fertige Baugrube an die ARGE Hochbau (Dywidag / Swietelsky) übergeben.

Sämtliche Arbeiten, die neben der Ausführung der Baugrubensicherung, der Erdarbeiten und der Wasserhaltung auch die notwendigen Behördengänge und Einreichungen beinhalteten, konnten zur vollsten Zufriedenheit des Kunden abgeschlossen werden.