Beim „Kleinbohrpfahlsystem mit großem Durchmesser“ handelt es sich um einen Makropfahl mit hoher Kapazität, hochfestem Mörtel, Stahlbewehrung und einem Durchmesser über 300 mm.
Verfahrensablauf
Steel core pile:
Hierbei wird eine verlorene Verrohrung im herkömmlichen Überlagerungsbohrverfahren oder im Symetrixsystem bis in den gesunden Fels abgeteuft. Die Bohrung wird dann nur mit dem Innengestänge bis zur erforderlichen Einbindelänge verlängert (Socket) und nach Ausbau des Gestänges ein Vollstahlelement eingesetzt und mit Zementsuspension verpresst. Die Verrohrung verbleibt als zusätzlicher Korrosionsschutz im Boden.
SiKul Pfahl:
Hierbei wird mit einem Standard-Ankerbohrgerät eine Hohlbohrschnecke (450-630 mm) in den Untergrund abgeteuft (max. 9,7 m). Beim Ziehen der Schnecke wird über die Schnecke ein Pfahlbeton eingepumpt und das Bohrloch im Schutze der Bohrschnecke von unten nach oben mit Beton verfüllt. Danach kann ein Bewehrungskorb auf die statisch erforderliche Tiefe eingebaut werden.
Anwendung
- Gründungselement
- Baugrubenverbau
- Hangverdübelung
- Drainagepfähle
Vorteile
- Können hohen Druck-, Zug- und Querbelastungen standhalten
- Können eine Lösung für hohe Lasten an schwer zugänglichen Orten sein
- Bieten eine hohe Tragfähigkeit und können in verschiedenen Bodenbeschaffenheiten hergestellt werden
- Herstellung mit Standard-Ankergeräten dadurch geringere Einrichtungskosten
Qualitätssicherung
Keller Grundbau verfügt aufgrund der schon zahlreich abgewickelten Baustellen über umfangreiche Erfahrung bei der Herstellung dieser Pfähle.
Weitere Punkte zur Qualitätssicherung sind die von der Norm vorgeschriebene Durchführung von Belastungsversuchen, sowie die Befolgung der Herstellungsvorgaben lt. den einschlägigen Norme.
Anwendbare Verfahren
Projekt-Highlights
Hochbau
Wohnquartier viéno
Für das Wohnquartier viéno in Vösendorf wurde die Tiefgründung durch den Einsatz lastabhängig dimensionierter duktiler Rammpfähle auf Basis eines umfangreichen Testfelds technisch und wirtschaftlich optimiert.