Rohrschirme werden bei Tunnelvortrieben bei Böden mit zu geringer Standzeit oder zur Setzungsbegrenzung verwendet. Es werden zumeist Rohrelemente verwendet die auch in regelmäßigen Abständen Injektionsöffnungen aufweisen können, über die nach Versetzen der Rohre mit Packer der anstehende Boden mit Zement injiziert werden kann. Dies bewirkt einerseits die Stabilisierung von Lockerzonen, um einerseits unerwartete Ausbrüche zwischen den Rohrelementen zu vermeiden und andererseits, um die Durchlässigkeit des Bodens zu verringern.

Anwendung

Erhöhung der Stabilität im Vortriebsbereich
Begrenzung von Setzungen an der Geländeoberfläche
Verringerung der Durchlässigkeit

Verfahrensablauf

Die Rohrschirmelemente können entweder in ein vorgebohrtes Bohrloch versetzt werden oder als Mitläufersystem (verrohrte Bohrung, wobei die Verrohrung als Tragelement im Boden verbleibt) abgeteuft werden.
Nach Versetzen der Rohrelemente kann über diese auch der anstehende Boden injiziert werden.

Wichtig ist das Kriterium der Bohrgenauigkeit, sodass die Rohrelemente exakt im Ausbruchsprofil versetzt werden und man die Rohre nicht gegenseitig abbohrt. Der Abstand der einzelnen Rohre untereinander hängt von statischen Gesichtspunkten ab und liegt in der Regel im Dezimeterbereich (normalerweise zwischen 35 und 60 cm). 

Vorteile

Erhöhung der Sicherheit beim Tunnelvortrieb
System kann an verschiedene Profildurchmesser angepasst werden
Flexible Längenapassung
Verschiedene Elementdurchmesser und Wandstärken

Qualitätssicherung

Keller Grundbau verfügt über umfangreiche Erfahrung im Abteufen und injizieren von Rohrschirmen in verschiedenen Boden- und Gesteinsformationen. 

Weitere Punkte zur Qualitätssicherung ist die Vermessung der Bohrachse mit Laser oder Gyro und eine automatische Steuerung und Aufzeichnung der Injektionsparameter.